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Vorstand in Rudolstadt gewählt

Götz Kölbl

Im Vorstandsbericht bedankte sich Kölbl für die mutige Entscheidung von Simone Post, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. Wenn auch der erreichte Stimmenanteil nicht den Erwartungen entsprach, war die Kandidatur aber eine gute Möglichkeit, den Wählerinnen und Wählern zu einigen Themen auch andere Politikangebote als die in Rudolstadt vorherrschenden zu unterbreiten.

In der Diskussion warf die in schon 11 Monaten anstehende Stadtratswahl ihre Schatten voraus. So wird der Ortsverband DIE LINKE auch diesmal wieder mit einer offenen Liste antreten. Die Anwesenden äußerten die Erwartung, dass bei der kommenden Wahl in Rudolstadt eine Scheinkandidatur des gewählten Bürgermeisters ausbleibt.

Dass die Büste von Karl Marx anlässlich seines Geburtsjubiläums im Garten der städtischen Bibliothek aufgestellt wurde, sieht man bei der LINKEN als gute Entscheidung an. Kopfschütteln und Unverständnis erntete dagegen CDU-Stadtrat Herr Dr. Thomas mit seiner Auffassung, Marx sei nicht ehrwürdig.

Der Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Hubert Krawczyk, informierte die Versammlung über die schädlichen finanziellen Auswirkungen für den Landkreis, falls diesen die Gemeinden Lichte, Piesau und Katzhütte verlassen sollten. Damit könnte sich für Rudolstadt die an den Landkreis zu zahlende Kreisumlage zusätzlich erhöhen. Wenn das Land die Gebietsänderung beschließen und damit den Landkreis per Gesetz schwächen sollte, müsse es den Schaden auch finanziell kompensieren, so Krawczyk.

Götz Kölbl

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