Neues aus dem Kreistag: 10. Sitzung am 10.03.2026
In der vergangenen Sitzung des Kreistages im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt standen wichtige Themen rund um Organisation und Finanzen des Landkreises auf der Tagesordnung.
Zu Beginn ging es um die Nachbesetzung eines stimmberechtigten Mitglieds im Jugendhilfeausschuss. Das neue Mitglied kommt aus dem Bereich der anerkannten Träger der freien Jugendhilfe. Für uns ist wichtig, dass der Jugendhilfeausschuss vollständig besetzt ist, denn dort werden zentrale Fragen der Kinder- und Jugendhilfe im Landkreis beraten. Der Ausschuss entscheidet beispielsweise über Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien und trägt dazu bei, gute Rahmenbedingungen für junge Menschen im Landkreis zu schaffen.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die Beteiligung der Städte und Gemeinden bei der Bemessung und Erhebung der Kreisumlage für das Jahr 2026. Die Kreisumlage ist eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landkreises. Über sie beteiligen sich die Kommunen an der Finanzierung der Aufgaben des Landkreises – etwa in den Bereichen Soziales, Bildung oder Infrastruktur. Gleichzeitig ist klar, dass auch viele Städte und Gemeinden finanziell unter Druck stehen. Umso wichtiger ist eine faire Abwägung der Interessen.
Im Mittelpunkt der Sitzung stand außerdem die Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2026. Sie legt fest, wie viel Geld dem Landkreis im kommenden Jahr zur Verfügung steht und wofür es eingesetzt wird. Damit bildet der Haushalt die Grundlage für viele wichtige Aufgaben – von der sozialen Unterstützung über die Jugendhilfe bis hin zu Investitionen in Schulen und Infrastruktur. Ziel der Haushaltsplanung ist es, trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen eine stabile Grundlage für die Arbeit des Landkreises zu schaffen.
Ergänzend dazu wurde auch der Finanzplan für das Haushaltsjahr 2026 beraten. Dieser gibt einen Überblick über die erwartete Entwicklung der Finanzen in den kommenden Jahren und dient als wichtige Orientierung für zukünftige Entscheidungen im Kreistag.
Als Linke konnten wir den Beschlüssen in dieser Sitzung zustimmen. Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass der Landkreis handlungsfähig bleibt und zentrale soziale Aufgaben weiterhin abgesichert werden. Gleichzeitig werden wir uns auch künftig dafür einsetzen, dass soziale Belange, gute Bildungsangebote und eine starke Jugendhilfe im Landkreis weiterhin Priorität haben.
Zum Abschluss der öffentlichen Sitzung standen Anfragen an den Landrat auf der Tagesordnung – eine Möglichkeit, die von den Fraktionen regelmäßig genutzt wird. Auf Nachfrage von Katharina bestätigte der Landrat, dass weiterhin das Problem besteht, dass Migrantinnen und Migranten derzeit keinen Zugang zu freiwilligen Deutschkursen haben, weil die notwendigen Genehmigungen fehlen. Für viele Betroffene steht damit der Beginn einer Ausbildung im September auf dem Spiel. Für uns als Linke ist diese Situation nicht akzeptabel. Sprache ist der Schlüssel zu Bildung, Ausbildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Wenn Menschen aus bürokratischen Gründen der Zugang zu Deutschkursen verwehrt wird, werden ihnen bewusst Chancen genommen. Wir erwarten deshalb vom Landkreis und von der Landesregierung, dass schnell eine Lösung gefunden wird, damit die Kurse wieder stattfinden können und dauerhaft finanziert werden.