Aus dem Saalfelder Stadtrat: Oktober 2025

Anja Rosenbusch

Der Bürgermeister informierte zu zahlreichen Punkten.

Die erste Möglichkeit, am 14.09.25 die sanierte Villa Bergfried zu besichtigen, wurde gut angenommen. Viele Bürger konnten sehen, was sich in den vergangenen Jahren getan hat.

An Stelle der abgerissenen Trauerhalle auf dem Gorndorfer Friedhof wird eine Stelen-Anlage für Urnengräber errichtet.

Der Bauantrag für die Erweiterung der Grabaer Obdachlosenunterkunft wurde in der 38. Kalenderwoche gestellt.

Der neue Parkplatz Auf dem Graben ist fertiggestellt, es erfolgt eine Zwischenbegrünung, 2026 wird dann die endgültige Bepflanzung im Zuge des Weiterbaus erfolgen.

Am 22.10.25 um 15 Uhr wird die Vorstellung des Projektes Bergfried klimastabil auf dem Gelände des Bergfriedparks zeigen, wie es gelungen ist.

Die Talsperre Elsterschänke (Silbersee) wird voraussichtlich in der 44. Kalenderwoche fertiggestellt.

Der Ausbau des Glasfasernetzes bereitet weiter Probleme, jedoch wurde für eine in Insolvenz gegangene Baufirma Ersatz gefunden. Der Bau soll ab Oktober weitergehen, auch auf der Saalfelder Höhe sind in mehreren Orten Baustellen.

Mit dem Straßenbauamt laufen Gespräche zum Bau der Rudolstädter Straße, denn die Kreuzung Meininger Hof sollte möglichst nicht noch einmal komplett gesperrt werden. Es besteht seitens der Stadt der Wunsch nach zwei Bauabschnitten 2026 und 2027, damit erst nur die Rudolstädter Straße und dann der Promenadenweg gesperrt werden. Ansonsten wären starke Verkehrsbehinderungen die Folge.

Der erste und der zweite Tagesordnungspunkt waren die Vorstellung der Projekte Turnhalle Dittrichshütte und Grundschule Gorndorf. Es sind zwei sehr ansprechende Entwürfe, vorwiegend in Holzbauweise. Bei der Planung der Grundschule wurden die Wünsche und Ideen der Schule in enger Absprache mit eingearbeitet. Beide Projekte erhalten staatliche Förderung. In die Schule können perspektivisch eine Bibliothek und eventuell ein Raum für die Sparkasse integriert werden, das sieht die Planung bereits mit vor.

Aus dem Investitionsvorschuss für Kindergärten, den die Stadt Saalfeld jährlich erhält (1.000 €/Kind, das das erste Lebensjahr bis 2023 vollendet hat), erhalten auf Beschluss des Stadtrates in diesem Jahr: der Kindergarten „Am Goldfischteich“ 80.000 € für Sanitäranlagen und Schallschutz, der Kindergarten „Inselkinder“ 80.000 € zur Hangsicherung und der Kindergarten in Unterwirbach erhält neue Spielplatzgeräte. In den vergangenen Jahren floss der Investitionsvorschuss überwiegend in den Bau des Kindergartens Dittrichshütte, der jetzt fertiggestellt ist.

Für die Feuerwehr Saalfeld erfolgte die Ausschreibung zur Beschaffung eines Drehleiterfahrzeugs als Ersatz für das bei einem Einsatz zerstörte Fahrzeug. Die Lieferung erfolgt dann voraussichtlich 2028. Das Land stellt 300.000 € Förderung bereit. Für die Weiterarbeit an der kommunalen Wärmeplanung beauftragt die Stadt einen öffentlichen Dienstleister. Dieser wird vom Bund finanziert. Dabei geht es um öffentliche Beteiligung und zukünftige Planungssicherheit für die Bürger. So kommunizierte es der Bürgermeister auch gegenüber der AfD-Fraktion. Diese lehnt die Planung ab mit der Begründung, dass die Bürger bevormundet werden, ihnen hohe Kosten aufgebürdet werden und sie gezwungen werden, sich staatlichen Regeln unterzuordnen. Der Bürgermeister erklärte daraufhin, dass die kommunale Wärmeplanung genau das verhindern soll und jeder Bürger damit die Möglichkeit hat, selbst zu entscheiden, wie er seine Heizung ausbaut und wann. Aber das wollte nicht verstanden werden. Auch nicht, dass es für die Stadt keinerlei Kosten verursacht. Jedenfalls stimmte die Mehrheit der Stadträte diesem Schritt zu.

Ein weiterer schöner Beschluss war die Zustimmung zur Durchführung und Finanzierung des Saalfelder Marktfestes 2026 und 2027. Damit kann frühzeitig geplant werden, wer auftreten könnte und es spart Kosten. Beim vergangenen Marktfest lagen die Kosten durch rechtzeitige Planung unter dem Planansatz. Dazu kommt, dass treue Sponsoren immer wieder mithelfen, dass diese Feste gelingen.

Die Feuerwehrpauschale wird wie jedes Jahr vor allem für die Ausrüstung der freiwilligen Feuerwehren verwendet.

Ein größeres Problem stellt die Sanierung der Oberflächenentwässerung in Obernitz dar. Bei der Finanzierung des Regenwasserkanals ist die Kostenbeteiligung der Stadt notwendig. Es wird außerdem durch den Bau des ZWA eine längere Straßensperrung nötig. Zeitnah wird eine Einwohnerversammlung durchgeführt, um über Probleme zu reden.

Eine kurze Diskussion gab es noch zur Änderung des Flächennutzungsplans für das Gelände des Schlosshotels Eyba. Es wurde im Nachhinein Baurecht für eine Photovoltaikanlage geschaffen. Diese war ohne direkte Baugenehmigung bereits errichtet worden, es konnte nicht geklärt werden, warum es zu diesem Versäumnis kam. Es wurde eindeutig erklärt, dass diese Anlage für das Hotel und damit für die Region wichtig ist, es aber nicht zum Freibrief für Schwarzbauten werden darf. Dieses wurde einvernehmlich geklärt. Die OTZ berichtete bereits kurz nach der Sitzung darüber. Auch im Bauausschuss wurde es ausführlich besprochen.

Das war das Wichtigste aus dem Stadtrat im September/ Oktober, bei Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.