Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

S.K.

Mitgliederversammlung Stadtverband Saalfeld

Eine Veranstaltung der besonderen Art fand am 25.Oktober im Saalfelder Haskala statt. Der Saalfelder Stadtverband kam zu seiner ersten gemeinsamen Versammlung nach Eingemeindung der Saalfelder Höhe zusammen. Eingeladen waren auch die Vertreter der Saalfelder Stadtratsfraktion der LINKEN sowie Interessierte, die sich eine Kandidatur auf der Liste der LINKEN bei den anstehenden Kommunalwahlen 2019 vorstellen können.

Der Einladung folgten 38 Teilnehmer, fünf von ihnen kamen von der Saalfelder Höhe. Die Veranstaltung begann mit gegenseitiger Vorstellung. Hierbei konnten wir auch eine neue Genossin begrüßen, die aus den alten Bundesländern wieder in ihre Heimatregion zurückgekehrt ist.

Ein kommunalpolitisches Mandat ist ein Ehrenamt. Doch was steckt dahinter? Neben der Ehre viel Arbeit.

Bärbel Weihrauch und Andreas Langen gaben in qualitativ herausragenden Vorträgen Einblicke in die Arbeit der Stadtratsfraktion. Diese Einblicke waren sehr tiefgründig. Bärbel drückte zu Beginn den Kandidatinnen und Kandidaten ihren Respekt aus, die es 2014 zwar nicht in die Stadtratsfraktion geschafft haben, aber deren Anteil an den erhaltenen Stimmen maßgeblich an der Anzahl der errungenen Mandate beteiligt ist. Jede Kandidatur trägt zum Stimmenzuwachs bei. Betrachtet man den aktuellen Stadtrat, stehen einem liberal-konservativen Spektrum von 21 Mandaten 14 eines eher links orientierten Lagers gegenüber. Rein rechnerisch wäre es hier nicht möglich, eigene Vorschläge durchzusetzen. Über interfraktionelle Zusammenarbeit und Sacharbeit statt Populismus ließen sich aber sehr wohl eigene Anträge durchsetzen. Wichtig sei es auch, nicht nur ein ‚Ja‘ zu einem Antrag, sondern besonders auch das ‚Nein‘ zu begründen. Diese sachliche Auseinandersetzung schaffe Vertrauen. Auch mit Blick auf die Stadtverwaltung habe sich eine konstruktive Zusammenarbeit entwickelt.

Andreas Langen konzentrierte sich in seinem Bericht auf den arbeitszeitlichen Umfang einer Abgeordnetentätigkeit und erläuterte die Aufwände, welche neben den turnusmäßigen Stadtratssitzungen notwendig sind. Er skizzierte auch die erweiterten Herausforderungen infolge der Eingemeindung der Saalfelder Höhe. Beispielgebend sei hierzu die nötige Anhebung der technischen Ausstattung der Feuerwehren, deren Finanzierung nicht kurzfristig lösbar sei und somit Geduld aller Beteiligten erfordere.

Anschließend dankte unser Kreisvorsitzender Rainer Kräuter den Vorrednern für die gegebenen Informationen und die Tiefe ihrer Referate. Er hielt sein Plädoyer für eine nötige interkommunale Zusammenarbeit im Städtedreieck und forderte diese auch parteiintern in unserem Kreisverband ein. Besonders zwischen unseren kommunalen Mandatsträgern sei diese noch sehr ausbaufähig.

Zu aller Freude erhielt Leon, unser jüngstes Mitglied, sein Parteibuch von Rainer und dazu eine rote Nelke.

In der Veranstaltung wurde die Arbeit im Stadtrat in vorher nicht gekannter Form beleuchtet. Hoffentlich ermutigt das viele Interessierte, eine Kandidatur anzustreben – auf der Liste der LINKEN und zum Wohle unserer Stadt.