Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Rainer Kräuter

Ein Jahr mit großen Aufgaben und Herausforderungen

Liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Sympathisantinnen und Sympathisanten,

ein neues Jahr hat begonnen und ich denke, es ist noch nicht zu spät, Euch, Euren Familien und Anverwandten, alles Gute und beste Gesundheit zu wünschen. Euch allen viel Kraft und die notwendige Ausdauer für das Erreichen unserer gemeinsamen Ziele!

Wohin wird uns das Jahr 2019 führen, was sind unsere Aufgaben, worin bestehen die Herausforderungen?

Zunächst einmal möchte ich danke sagen, danke, dass Ihr da seid, dass wir gemeinsam kämpfen, so wie wir das in den vergangenen Jahren immer getan haben. Wir alle kämpfen für eine Gesellschaft, in der kein Kind in Armut aufwachsen muss, in der alle Menschen selbstbestimmt in Frieden, Würde und sozialer Sicherheit leben können und die gesellschaftlichen Verhältnisse demokratischer werden. Natürlich haben wir nicht jede Auseinandersetzung gewinnen, nicht jede Bürgerin und jeden Bürger überzeugen können. Aber wir müssen uns nicht verstecken. Unsere Schlagwörter und Themen sind Wohnen, Gesundheit, gute Arbeit, Europa, Frieden, Flucht und Migration, Klima und Energie, gegen rechts, Rente und Umverteilung – um nur einige zu nennen. Bewusst habe ich hierbei auf eine Rangfolge verzichtet, die Themen so aufgeschrieben, wie sie mir in den Kopf gekommen sind.

Damit bin ich auch schon bei einem meiner wichtigsten Themen. Wenn wir Linken uns weiter so um des Kaisers Bart streiten und auch persönlich verletzen, werden wir bei den kommenden Wahlen keinen Blumentopf gewinnen. Wir brauchen Geschlossenheit, wir brauchen gegenseitiges Verständnis und wir brauchen keine Auseinandersetzung um den i-Punkt. Wir dürfen unsere Zeit auch nicht in zermürbenden satzungsrechtlichen Debatten verschwenden, wie wir das jüngst – zunehmend auch im Kreisvorstand – getan haben.

Viele von uns meinen, dass das Jahr 2019 ein Schicksalsjahr oder gar ein Superwahljahr ist. Dem kann ich mich nicht anschließen. Das Jahr 2019 wird uns bei den fünf Wahlen, die vor uns liegen, das Arbeitsergebnis oder Zeugnis liefern, was wir in den jeweils zu Ende gehenden Wahlperioden geleistet haben. Dass wir das Ergebnis unserer Leistung nicht in jedem Fall offensiv nach außen kommuniziert haben, dass wir zu wenig mit den Bürgerinnen und Bürgern gesprochen haben, dass wir uns zu wenig um uns selbst gekümmert haben, um unsere finanzielle Basis – all das wird uns im Jahr 2019 in der einen oder anderen Weise vom Wähler quittiert werden. Dabei leiste ich mir nicht den Luxus, auf andere zu schielen, ich muss bei mir anfangen. Das eine oder andere habe ich auf die Prüfbank gestellt und mich gefragt, ob ich mit der Erwartungshaltung, die ich mit meiner ersten Wahl zum Kreisvorsitzenden für mich selbst verbunden habe, auf der Erfüllungsspur bin.

Ich will diesen Prozess sehr gerne positiv sehen – bei scharfer Betrachtung bleibt davon aber nicht sehr viel übrig. Ob es nun gut ist, dass das Glas zu einem Viertel gefüllt ist oder ob es schlecht ist, dass es zu dreiviertel leer ist, mag man betrachten, wie man will. Eines ist aber ganz sicher: das Jahr 2019 wird als vierte Wahl die des Kreisvorstandes bringen. Dann muss der Kreisverband einen Strich ziehen, dann müssen sich unsere Mitglieder fragen, ob es eine neue Kraft an der Spitze des Kreisverbandes braucht. Ich werde bis dahin weiter an der Erfüllungsspur meiner Erwartungshaltung arbeiten, damit ich eine geordnete Basis mit etwas weniger Baustellen übergeben kann.

Kommt gut durch das Jahr, bleibt mutig und kämpferisch!

Euer Rainer