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Aufruf: Gutes Klima, gute Löhne, gutes Leben

Der Kreisverband DIE LINKE. Saalfeld-Rudolstadt ruft zur Unterstützung der Klimademo am Freitag, dem 28.Juni 2019, auf dem Saalfelder Markt auf. Die Demo wird vom „Klimabündnis im Städtedreieck“ organisiert.

Auszug aus dem Aufruf des Bündnisses:

"Die Europawahlen waren deutschlandweit tatsächlich Klimawahlen. Allerdings kam diese positive Entwicklung noch nicht in den östlichen Bundesländern an. Dort erreichte die, den menschengemachten Klimawandel leugnende AfD die besten bzw. zweitbesten Wahlergebnisse im Parteienvergleich. Liegt das daran, dass wir nicht am Meer liegen und uns deshalb der steigende Meeresspiegel nicht direkt betrifft? Oder ist es wegen der örtlichen Altersstruktur? Deutschlandweit wählten vor allem junge Menschen ökologische Parteien. Aber es kann doch nicht sein, dass viele Ältere denken: "Nach uns die Sintflut"? Oder sind die Themen Umwelt- und Klimaschutz hier einfach noch nicht präsent genug im öffentlichen Diskurs? Das wollen und müssen wir ändern!"

 

Der Kreisverband der LINKEN befürwortet den Protest des Klimabündnisses. Hier ist unser Plädoyer für einen sozial-ökologischen Umbau:

Uns, der LINKEN, geht es nicht darum, den Motor auszutauschen. Wir wollen das ganze System ändern. In unserem Kampf für Klimagerechtigkeit wollen wir den Unternehmen Grenzen setzen und die Wirtschaft umbauen. Gemeinwohl und Klima gehen vor Profit. Wir wollen gute Arbeit mit kürzeren Arbeitszeiten und besseren Löhnen schaffen. Wir wollen den Klimawandel stoppen und erneuerbare Energien in Bürgerhand stärken.

Bildung, Gesundheit und öffentlicher Nahverkehr wurden in den letzten Jahrzehnten ausgetrocknet oder privaten Unternehmen überlassen. Überall fehlt es an Personal, die Beschäftigten sind im Dauerstress und die Löhne zu niedrig.

Wir wollen öffentliche Investitionen in diese Bereiche: Das ist gut für alle, schafft gute Arbeit und schont das Klima. Und: Arbeitszeitverkürzung ist gut fürs Klima. Die Löhne müssen steigen und die Arbeitszeit sinken. Geld ist genug da, es muss nur gerechter verteilt werden.

Die großen Energiekonzerne müssen aufgelöst und die Energieversorgung in die Hand von Stadtwerken und Energiegenossenschaften gelegt werden, die verstärkten Wert auf erneuerbare Energien und sozial gestaffelte Strompreise legen müssen.

Autokonzerne haben systematisch die Verbraucher betrogen – sie müssen zur Verantwortung gezogen werden und für die Kosten zahlen. Statt Dividenden und Boni an Aktionäre und Manager auszuzahlen, müssen die Gewinne in Belegschaftsanteile der Beschäftigten umgewandelt werden. Es ist lohnenswertes Ziel, dass innerhalb von drei Jahren den Beschäftigten 30 Prozent ihrer Konzerne gehören.