Zalando-Schließung in Erfurt: Zalando opfert Arbeitsplätze
Christian Schaft, Fraktionsvorsitzender der Fraktion Die Linke, erklärt zur Ankündigung von Zalando, seinen Standort in Erfurt Ende September 2026 schließen zu wollen: "In Erfurt werden vom Zalando-Konzern 2.700 Arbeitsplätze geopfert, um das eigene Standortnetz vermeintlich ‘effizienter’ zu machen. Solche Entscheidungen werden aber in der Regel getroffen, um Aktionären höhere Dividende zu zahlen. Das geht auf Kosten der Beschäftigten in Erfurt, die im intensiven Weihnachtsgeschäft vom Konzern noch ausgepresst wurden. Der Konzern verspricht in seiner Mitteilung Klarheit und Unterstützung, überrumpelt alle, indem er brutale Fakten schafft."
Lena Saniye Güngör, arbeits- und gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion, erklärt zur selben Sache: "Dass Zalando den Standort in Erfurt schließt, aber in Gießen einen neuen aufbaut, kann man sich vielleicht nur so erklären, dass es dort dann erst mal keinen Betriebsrat und keine mobilisierte Belegschaft geben wird, die für einen Tarifvertrag streitet. Die ökonomische Begründung des Konzerns wirkt umso mehr vorgeschoben."
Die beiden Abgeordneten fordern unverzügliche Verhandlungen über einen Sozialplan, der den Namen verdient: Das beinhaltet eine Transfergesellschaft, Qualifizierung, Vermittlung, einkommenssichernde Regelungen und besondere Schutzmechanismen für Ältere, Alleinerziehende und Beschäftigte mit Einschränkungen. Weiterhin müsse die Landesregierung sofort eine Taskforce mit Betriebsrat, Gewerkschaften, Agentur für Arbeit und Kommune einsetzen, um Alternativen zu Kündigungen zu organisieren anstatt im Schlafwagen der Schließung zuzuschauen.


