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Karola Stange

Starke Lobby für Frauenrechte und starke Gleichstellungsbeauftragte maßgebliche Forderungen zum Tag gegen Gewalt an Frauen

Jährlich mahnt der 25. November die Gesellschaft hinsichtlich der Gewalt gegen Frauen. Es wird auf die hohen Zahlen im Hellfeld und die tiefen Abgründe im Dunkelfeld aufmerksam gemacht. „Jährlich wird zudem darauf hingewiesen, dass wir alle Frauen kennen, die Opfer von Gewalt wurden – denn jede dritte Frau erlebt sie. Und jährlich sagt diese Zahl auch: Wir alle kennen Täter“, so Karola Stange, Sprecherin für Gleichstellungspolitik der Fraktion DIE LINKE.

Die Abgeordnete weiter: „Die Bemühungen für ein starkes Unterstützungsnetz, leicht zugängliches Hilfesystem, für ausreichend Plätze in Frauenhäusern, für Präventionsangebote und Bildungsangebote sind vorhanden und doch haben wir oft den Eindruck, dass es nicht genügt. Dass viel mehr getan werden muss, dass die Dringlichkeit nicht nur erklärt, sondern auch gehandelt werden muss. Frauenrechte brauchen eine starke Lobby und personell starke und gut aufgestellte Gleichstellungsbeauftragte. Auch daran erinnert uns jährlich der 25. November.“ Das Parlament sei als Gesetzgeber in der Pflicht, genauso wie die Landesregierung und die Kommunen.

„Gemeinsam mit SPD und Grünen haben wir einen Antrag ins Parlament eingebracht, der den Rahmen für eine Umsetzung der Istanbul-Konvention in Thüringen setzt: ein Aktionsplan wird entwickelt, eine Koordinierungsstelle gemäß der Konvention eingerichtet und ein Begleitgremium eingesetzt. Damit dies erfolgen kann, wollen wir für den Haushalt 2021 und darüber hinaus erreichen, dass der Gleichstellungsbeauftragten des Landes Thüringen mehr Personal zur Verfügung steht. Für den Antrag und das Personal zur Umsetzung braucht es auch die Stimmen der CDU im Parlament. An sie geht mein Appell beidem zuzustimmen. Damit am 25. November 2021 Erfolge bei der Zurückdrängung von Gewalt gegen Frauen spürbar sind“, so die Abgeordnete abschließend.