28. März 2016 GfV

Pressemitteilung

„Die Haushaltssituation des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt darf keinesfalls Anlass sein, den Familien mit mehreren Kindern und den Familien im ländlichen Raum noch tiefer in die Tasche zu greifen, als das ohnehin in familienunfreundlicher und unsozialer Weise bereits geschieht“, bemerkt der Vorsitzende der LINKEN des Kreisverbandes Saalfeld-Rudolstadt Rainer Kräuter.

Die OTZ hatte in ihrer Ausgabe vom Sonnabend von Plänen der Kreisverwaltung berichtet, dem Kreistag einen Beschlussvorschlag vorzulegen, bei den Kosten der Schülerbeförderung pro Jahr 65.000 Euro zu sparen. Hier hätten sich die Ausgaben durch eine Preisanpassung der KomBus GmbH zum Jahresbeginn zunächst erhöht. Die neue Satzung sieht nun vor, ab 1. August 2016 den Eigenanteil zur Beförderung der Schüler ab Klassenstufe 11 von 20 Euro monatlich auf 45 Euro pro Monat festzulegen. Die darüberhinausgehenden Fahrtkosten werden, soweit Anspruch besteht, auf Antrag durch den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt erstattet.

Dazu der Kreisvorsitzende: „Das Ganze kommt mir vor wie ein Selbstbedienungsladen. Erst erhöht ein Unternehmen des Landkreises die Preise und dann legt der Landkreis die Kosten auf die Eltern um, damit deren Kinder in die Schule fahren können. Diese Pläne lehnen wir ab“, so Kräuter weiter. Er fordert die Kreistagsfraktionen aller demokratischen Parteien auf, diesen Plänen eine Absage zu erteilen.

Dass dazu nun auch noch der Essengeldzuschuss für kinderreiche Familien wegfallen soll, ist ein weiterer Schritt in eine noch unsozialere Gesellschaft. „Es ist gleichgültig, welche Probleme bestehen – diese auf den Rücken der Familien im ländlichen Raum und auf Kosten von kinderreichen Familien lösen zu wollen, wird von den LINKEN unter keinen Umständen getragen.“ so Kräuter abschließend.