31. März 2016

Unterstützung für die Initiative „Arbeitszeitverkürzung jetzt!“

Mit Blick auf die aktuelle Diskussion zur Lebenserwartung der Bundesbürger sowie auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE zum Zusammenhang von sozialem Status und Lebenserwartung sagt die arbeitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Thüringer Landtag, Ina Leukefeld:

„Eine neue Erkenntnis ist das nicht. Lebens- und Arbeitsbedingungen haben entscheidenden Einfluss auf Gesundheit und Lebenserwartung. Geringes Einkommen, schwere und gesundheitsgefährdende Arbeit,  ständige Erreichbarkeit, Arbeit ohne Ende und Pausen, psychische Belastungen und schlechte Arbeitsatmosphäre im Unternehmen haben weitreichende Auswirkungen.“ Dabei sei in Suhl und Eisenach die Lebenserwartung im Vergleich zu westlichen Städten und Regionen besonders gering.

Politik stehe in der Verantwortung, „Armut trotz Arbeit zu verhindern, prekäre Beschäftigung abzubauen, Arbeits- und Gesundheitsschutz gut miteinander zu verbinden, auf die bessere Vereinbarkeit von Arbeitsbedingungen und familiären Verpflichtungen hinzuwirken und generell die Arbeitszeit zu verringern“, sagt Frau Leukefeld und unterstreicht: „Das sind wichtige Voraussetzungen für gute Arbeit und gutes Leben.“

Sie unterstütze grundsätzlich die Initiative „Arbeitszeitverkürzung jetzt!“. Im Kern gehe es dabei um die schrittweise Einführung einer 30-Stunden-Woche bei gleichbleibendem Lohn für untere und mittlere Einkommen. Nach Berechnungen der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik sei die kurze Vollzeit von 30 Stunden ohne Arbeitsverdichtung tatsächlich möglich und auch finanzierbar.

„Es ist an der Zeit, diese Überlegungen durch Stärkung der Gewerkschaften, selbstbewusste Arbeitnehmer und eine höhere Tarifbindung in die öffentliche Debatte zu bringen“, so die Abgeordnete abschließend.  

Quelle: http://www.die-linke-saalfeld-rudolstadt.de/nc/presse/news/detail/artikel/unterstuetzung-fuer-die-initiative-arbeitszeitverkuerzung-jetzt/