31. Mai 2017

Rennsteig-Ticket und Tourismusabgabe – ein guter Tag für den Thüringen-Tourismus!

Mit den heute beschlossenen Änderungen am Thüringer Kommunalabgabengesetz bedeuten wesentliche Fortschritte für die touristische Entwicklung des Freistaates. Die Änderungen stellen sowohl die ÖPNV-Nutzung des Kurbeitrags auf gesetzlich eindeutige Grundlage, als auch den Kommunen mit der Tourismusabgabe ein neues Instrument zur Verfügung, um künftig gezielt Mittel für Investitionen in touristische Infrastruktur zweckgebunden zu erhalten. Knut Korschewsky, tourismuspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, freut sich über diese beiden wichtigen Schritte: „Tourismus ist direkte regionale Wirtschaftskraft und Wertschöpfung. Umso wichtiger ist es, dass unsere Kommunen die Möglichkeiten haben, für diese freiwillige Aufgabe gezielt Mittel einzuwerben, um damit diesen Wirtschaftszweig zusammen mit Landes- und Bundesförderung weiterzuentwickeln.“

Korschewsky verweist darauf, dass gerade Gemeinden in Haushaltssicherung oftmals Probleme haben, die Infrastruktur für touristische Attraktionen aufrechtzuerhalten, womit sich die negative Einnahmespirale vor Ort nur weiter verschärft. „Mit der zweckgebundenen und freiwilligen Tourismusabgabe, über deren Einführung jede Kommune individuell entscheiden kann, können Eigenanteile für Fördermittel oder auch notwendige Eigenmittel erzielt werden. Die Ausweisung eines Wanderwegs, eine neue Hinweistafel an der Dorfkreuzung oder auch eine neue Sitzbank auf dem Marktplatz – oft sind es die kleinen Dinge für die investive Mittel fehlen und die doch so viel für die touristische Ausstrahlung bedeuten. Zusammen mit dem Rennsteigticket, dem Rennsteig-Shuttle, dem Badehaus Masserberg und den weiteren großen Vorhaben im Thüringer Wald oder auch etwa am Zeulenrodaer Meer belegt Rot-Rot-Grün sehr eindrücklich, wie breit aufgestellt und landesweit ausgerichtet die Entwicklungsbestrebungen im Bereich des Tourismus sind.“

„Zudem kann die Tourismusabgabe dazu dienen, die Bettensteuer, welche einseitig das Gastgewerbe und damit auch unsere Gäste belastet, zu ersetzen und für einen fairen und bürokratiearmen Lastenausgleich zu sorgen“, erläutert der Tourismuspolitiker.

Quelle: http://www.die-linke-saalfeld-rudolstadt.de/nc/presse/news/detail/artikel/rennsteig-ticket-und-tourismusabgabe-ein-guter-tag-fuer-den-thueringen-tourismus/