29. April 2014

Zalando: Nicht nur reden, sondern handeln!

Sozialministerin Taubert kündigte heute an, sich für einen Runden Tisch einzusetzen, der die Gespräche zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite im Bereich des Onlinehandels wieder ins Rollen bringen soll. Dazu erklärt Ina Leukefeld, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: "Es ist schön, dass es nun endlich eine Reaktion aus der Landesregierung gibt, um die verfahrene Situation bei Zalando und Co. auf die Tagesordnung zu setzen. Bloßes Reden darf aber nicht das Ergebnis sein, vielmehr braucht es überprüfbare Fortschritte für die Beschäftigten."

Frau Leukefeld, die mit ihrer Abgeordnetenkollegin Karola Stange erst vor einem Monat erneut Zalando besichtigt hat, mahnt dabei insbesondere das Problem der Befristungen an, die die größte Schwierigkeit bezüglich der Bildung von Betriebsräten seien: "Wer effektive und arbeitnehmerfreundliche innerbetriebliche Strukturen will, braucht einen Betriebsrat, da gebe ich Frau Taubert recht. Der Weg zu einem Betriebsrat kann aber nur über Entfristungen geschehen, weil erst ein sicherer Arbeitsplatz für die meisten die Grundlage für betriebliches und gewerkschaftliches Engagement darstellt. Zwei Jahre Dauerbefristung als Standardlösung - das ist nicht nachvollziehbar. Hier muss der erste Ansatz der Gespräche erfolgen, neben den Selbstverständlichkeiten, wie sie der Arbeits- und Gesundheitsschutz vorschreibt, der ja auch in Frau Tauberts Ministerium beheimatet ist", merkt die Arbeitspolitikerin an.

"In der neuen Legislatur müssen wir zudem die Debatte über eine andere Förderkultur fortführen: Standards Guter Arbeit müssen in den Fokus rücken, gerade bei Großansiedelungen. Hier kann Frau Ministerin Taubert darauf vertrauen, dass DIE LINKE im Kampf um vernünftige Rahmenbedingungen an Ihrer Seite stehen wird", stellt Frau Leukefeld abschließend fest.

Quelle: http://www.die-linke-saalfeld-rudolstadt.de/nc/presse/news/detail/artikel/nicht-nur-reden-sondern-handeln/