29. Juli 2014

Langzeitarbeitslose: Armutszeugnis für Politik

Im vergangenen Jahr konnten gerade einmal 1,7 Prozent der Thüringer Langzeitarbeitslosen ihren Weg zurück in den so genannten ersten Arbeitsmarkt finden, meldete heute die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Hierzu erklärt Ina Leukefeld, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Diese beschämenden Zahlen sind das Armutszeugnis einer verfehlten Politik. Die ständigen Kürzungen an Förderinstrumenten und den finanziellen Zuwendungen der Arbeitsagenturen und Jobcenter führen zu einer deutlichen Vernachlässigung derjenigen Personengruppe, die es am schwersten auf dem Arbeitsmarkt hat.“

Auch die Landespolitik reagiert nach Ansicht von Frau Leukefeld auf diese Faktenlage nur unzureichend. „Derzeit werden die neuen Förderrichtlinien aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds beraten. Dabei werden viele wichtige Personengruppen zu Recht bedacht. Was aber vollkommen fehlt, ist eine Berücksichtigung von älteren Langzeitarbeitslosen. Angesichts dieser erschreckenden Zahlen muss hier dringend nachgebessert werden“, verlangt die Arbeitspolitikerin. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf die von Herrn Senius wiederholt aufgemachte Forderung, verstärkt in öffentlich geförderte Beschäftigung zu investieren. „DIE LINKE hat mit ihren Plänen für ein Landesprogramm Öffentlicher Beschäftigungssektor ein bereits in anderen Bundesländern erfolgreich erprobtes Konzept vorgelegt. Wir versichern der Landesarbeitsagentur deshalb unsere volle Unterstützung für mehr öffentlich geförderte Beschäftigung, insbesondere für ältere Langzeitarbeitslose. Hier darf es kein Wegducken der Politik und ein Warten auf den demografischen Wandel und die Frühverrentung geben. DIE LINKE will einen würdevollen Übergang in die Altersrente für möglichst viele Menschen in Thüringen“, fordert Frau Leukefeld.

Quelle: http://www.die-linke-saalfeld-rudolstadt.de/nc/presse/news/detail/artikel/langzeitarbeitslose-armutszeugnis-fuer-politik/