29. September 2011

Kritische Bilanz des ersten Arbeitsjahres des Thüringer Generationenbeauftragten

Mit Blick darauf, dass sich am 1. Oktober der Arbeitsbeginn des Landesbeauftragten für das Zusammenleben der Generationen, Michael Panse, zum ersten Mal jährt, zieht die Abgeordnete der Linksfraktion, Karola Stange, eine kritische Bilanz.

Bei Lichte betrachtet sei der Generationsbeauftragte vor allem dadurch aufgefallen, dass er „hier und da zu Eröffnungsveranstaltungen von Projekten oder Objekten anwesend war bzw. die Thüringer Mehrgenerationenhäuser bereiste“, so die gleichstellungspolitische Sprecherin der Linksfraktion weiter. Wirkliche Impulse zur Förderung des Zusammenlebens der Generationen hat es nach Einschätzung der Fraktion DIE LINKE nicht gegeben. „Es bleibt die bereits bei Amtsantritt  formulierte Kritik, dass da ein ehemaliger CDU-Abgeordneter mit einem Posten versorgt werden musste“, betont Frau Stange und untermauert: „Für das Jahr 2012 findet man im zuständigen Etat des Sozialhaushaltes zwar 246.500 Euro Personalkosten für vier Personen, aber eine Aufgabenerläuterung zu ihrer inhaltlichen Arbeit konnte nicht gegeben werden.“

Eben sowenig nachvollziehbar seien die im Sozialetat für nächstes Jahr geplanten Gelder in Höhe von 45.000 Euro für Öffentlichkeitsarbeit, Tagungen bzw. Zuschüsse für Maßnahmen der Förderung des Zusammenlebens der Generationen. „Welcher Verein oder welche Personen was für welche Projekte in welcher Höhe beantragen können, steht in den Sternen, eine Richtlinie zur Ausgabe der Mittel ist nicht in Sicht“, sagt die LINKE Politikerin.

Karola Stange plädiert für eine Umschichtung der Mittel hin zu sozialen Projekten, wie Familienzentren oder Begegnungsstätten für Jung und Alt. „Da wüsste man wenigstens, dass die Gelder konkret ankommen“, so die Abgeordnete. Im Übrigen sei sie „gespannt, wohin der Generationsbeauftragte, Herr Panse, in den kommenden Monaten seine Arbeitsschwerpunkte verlegt, denn er ist zeitgleich im Ehrenamt Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion sowie deren OB-Kandidat in Erfurt“.

Quelle: http://www.die-linke-saalfeld-rudolstadt.de/nc/presse/news/detail/artikel/kritische-bilanz-des-ersten-arbeitsjahres-des-thueringer-generationenbeauftragten/