31. März 2015

Keine Selbstzufriedenheit bei Arbeitsmarktentwicklung

„Auch wenn diesem Monat sich die Zahlen der Arbeitsmarktstatistik erneut positiv entwickelt haben und alle Altersgruppen davon profitieren, gibt es keinen Grund zur Selbstzufriedenheit. Zu bedenken ist, dass es in Thüringen noch immer knapp 100.000 Bedarfsgemeinschaften im Hartz IV-System mit 171510 Personen, darunter 27.676 Kindern bis 15 Jahre, gibt“, betont Ina Leukefeld, arbeitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

An Langzeitarbeitslosen und Älteren gehe der Aufschwung im Wesentlichen vorbei. Noch immer seien 38.957 Erwerbslose älter als 50 Jahre, das sind 42 Prozent Betroffenen. Der Abgang von älteren Arbeitslosen erfolge zuerst in Rente anstatt in Arbeit. Frau Leukefeld begrüßt deshalb die Ankündigung der Landesregierung, noch in diesem Jahr einen konkreten Schritt in Richtung öffentlicher Beschäftigungsförderung für Langzeitarbeitslose zu gehen. „Mit 500 neu geschaffenen Stellen in diesem Jahr erhalten vor allem auch ältere Menschen eine echte Chance, im Interesse der Gemeinschaft tätig zu sein. Allerdings sind Freiwilligkeit und eine existenzsichernde Bezahlung dabei unverzichtbare Kriterien“, sagt Leukefeld.

Noch zeichne sich kein deutliches Ergebnis ab, dass der Mindestlohn Auswirkungen auf die Beschäftigungsentwicklung hat. „Nach wie vor gibt es zu viele Billigjobs, die vor allem Frauen in prekärer Beschäftigung halten“, konstatiert die LINKE-Politikerin. Frau Leukefeld hofft dennoch, dass sich mit Einführung des Mindestlohnes das Lohngefüge insgesamt langsam positiv entwickelt und geringfügige Beschäftigung abgebaut wird. Das sollte vor allem im Pflegebereich, im Handel, in Gastronomie und im Dienstleistungsbereich der Fall sein.

Quelle: http://www.die-linke-saalfeld-rudolstadt.de/nc/presse/news/detail/artikel/keine-selbstzufriedenheit-bei-arbeitsmarktentwicklung/