30. September 2016

Der Sonntagsöffnung einen Riegel vorgeschoben

Nachdem das Oberverwaltungsgericht (OVG) Weimar entschieden hat, dass die Läden in Erfurt sonntags geschlossen bleiben (bis auf den 2. Advent) wollten sich die Händlerinnen und Händler, allen voran das Erfurter Citymanagement, über die Rechtsprechung hinwegsetzen. Das OVG hat diesem Vorhaben durch eine einstweilige Anordnung vom heutigen Tag einen Riegel vorgeschoben, und auch Arbeitsministerin Heike Werner (LINKE) forderte nun das Landesamt für Verbraucherschutz auf, diese Regelung zu kontrollieren und ggf. durchzusetzen.

Rainer Kräuter, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, kommentiert: „Solch ein Agieren der Arbeitgeber hätte von Anfang an auch eine deutliche Absage von Seiten der Stadt erfordert. Ich bin der zuständigen Gewerkschaft ver.di sehr dankbar, dass sie für einen freien Sonntag der Beschäftigten gekämpft und gewonnen hat.“

Noch bis heute mussten die Beschäftigten im Einzelhandel warten, ob sie am Sonntag Zeit mit ihrer Familie verbringen können oder sich um eine Betreuung für ihre Kinder kümmern müssen. Dazu der Gewerkschaftspolitiker: „Ich hätte mir von Arbeitgeberseite mehr Einsicht und vor allem einen fairen Umgang mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gewünscht, denn zur Fairness gehört auch, eine Planbarkeit der Arbeitszeiten und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf herzustellen.“

Abschließend sagt Kräuter: „Bei derartigen gerichtlichen Entscheidungen haben es aber auch wir Kunden in der Hand, denn wir entscheiden, ob wir am Sonntag die Läden und Einkaufszentren stürmen oder dafür die sechs ohnehin zur Verfügung stehenden Tage nutzen.“

Quelle: http://www.die-linke-saalfeld-rudolstadt.de/nc/presse/news/detail/artikel/der-sonntagsoeffnung-einen-riegel-vorgeschoben/