28. Dezember 2011

Bundesverkehrswegeplan mit massiven negativen Folgen für die Umwelt

Der neue Bundesverkehrswegeplan, der schon aus finanzieller Sicht fragwürdig sei, müsse vor allem hinsichtlich der „massiven negativen Folgen für die Umwelt“ abgelehnt werden – „dieser Weg ist der Falsche“, sagt Katja Wolf, umweltpolitische Sprecherin der LINKEN im Thüringer Landtag.

Im Investitions-Rahmenplan bis 2015 werden die Verkehrsprojekte aufgelistet, die aus Sicht des Bundes in den kommenden vier Jahren angegangen und umgesetzt werden sollen. „Dieser Plan setzt zu wenig auf den Ausbau der Schienenwege und zu wenig auf den Erhalt der vorhandenen Trassen und Straßen. Bund und Land sind schon kaum noch in der Lage, die vorhandenen Straßen in einem erträglichen Zustand zu erhalten, und doch setzt der Verkehrsminister auf immer weitere Neubauprojekte“, kritisiert Wolf. Mit dem Plan werde die nötige Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene nicht forciert, sondern eher untergraben. „Aus Umweltsicht eine Katastrophe“, erklärt die Abgeordnete.

Dass dabei nun auch tatsächlich nötige Umgehungsstraßen auf der Strecke bleiben, komme dann schon fast einer Verhöhnung der stark belasteten Anwohner etwa an der B 62 gleich. Das dortige Projekt zur Werraquerung mit Entlastung der Bewohner insbesondere von Barchfeld werde im Plan ohne Finanzierung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben. „Das zeigt nur eines: Mensch und Natur spielen in diesem Plan keine Rolle, ja nicht einmal der gesunde Menschenverstand“, sagt Frau Wolf abschließend.

Quelle: http://www.die-linke-saalfeld-rudolstadt.de/nc/presse/news/detail/artikel/bundesverkehrswegeplan-mit-massiven-negativen-folgen-fuer-die-umwelt/