28. Februar 2014

Attraktive Anstellungsverhältnisse anstelle Luftschloss Verbeamtung

"Das Leipziger Bundesverwaltungsgericht entscheidet, dass verbeamtete Lehrer nicht streiken dürfen. Zeitgleich fordert der Thüringer Lehrerverband die Wiedereinführung der Verbeamtung in Thüringen. Dies passt einfach nicht zusammen", erklärt Susanne Hennig, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

"Das Streikrecht überdies lediglich auf den Wunsch nach mehr Geld zu reduzieren, vernachlässigt sträflich die politische Dimension eines Arbeitskampfes. Streikforderungen gehen immer über Lohnerhöhungen hinaus", sagt Frau Hennig. Gesundheitsmanagement, der Aufbau einer Personalreserve im Schulwesen sowie Regeln zu Teilzeittätigkeit, Abordnungen und Versetzungen seien ebenfalls Gegenstand bei Tarifverhandlungen.

"Es ist darüber hinaus ein Irrglaube, dass die Wiedereinführung der Verbeamtung von Lehrkräften das Allheilmittel ist, Thüringen als Arbeitsort attraktiver zu machen", so die Bildungspolitikerin weiter. "Die Entscheidung, ob ein junger Mensch seine Arbeit als Lehrerin oder Lehrer in Thüringen beginnen möchte, hat viel mit Erwartungen an einen künftigen Lebensstandard zu tun." Dazu zählten neben der Entlohnung selbstverständlich auch die Arbeitsbelastung, der Wohnort und seine Infrastruktur. "Diese Rahmenbedingungen finden keine Berücksichtigung bei der Argumentation von Herrn Busch", moniert Frau Hennig.

"Um dem Lehrermangel zu begegnen, sollten wir nicht dem Luftschloss Verbeamtung hinterher jagen, sondern es muss für attraktive Anstellungsverhältnisse gesorgt werden", unterstreicht die LINKE-Politikerin abschließend.

Quelle: http://www.die-linke-saalfeld-rudolstadt.de/nc/presse/news/detail/artikel/attraktive-anstellungsverhaeltnisse-anstelle-luftschloss-verbeamtung/