28. Mai 2014

Arbeitsmarkt: Zielgruppenspezifische Förderung unumgänglich

Ina Leukefeld, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, erklärt zu den heute veröffentlichten Erwerbslosenzahlen: „Kaum lässt die Frühjahrsbelebung etwas nach, wird wieder deutlich, wo die Probleme des Thüringer Arbeitsmarktes liegen. Darüber kann auch der erfreuliche Rückgang um etwas mehr als 3.000 Arbeitslose nicht hinwegtäuschen.“

Die Zahlen machten sehr deutlich, welche Personen bei nur mäßigen Fortschritten nicht mehr mitgenommen werden, konstatiert Frau Leukefeld. „Inzwischen sind 36,1 Prozent aller Erwerbslosen langzeitarbeitslos. In der kommenden Legislatur müssen deshalb endlich entschiedene Schritte gegangen werden, um diesen Menschen Chancen auf Teilhabe durch Arbeit wieder zu ermöglichen. Dafür ist die LINKE auch bereit, Geld in die Hand zu nehmen, wenn der so genannte erste Arbeitsmarkt diesen Menschen keine Perspektive bietet. Unser Konzept des öffentlichen Beschäftigungssektors bietet hier eine gute Variante, um sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in gemeinnützigen Bereichen für langzeitarbeitslose Menschen zu schaffen“, erläutert die Arbeitsmarktpolitikerin.

Darüber hinaus gelte es aber auch, andere Personengruppen gezielt zu unterstützen. „Alleinerziehende Frauen, Ältere, Menschen mit Behinderung oder mit Migrationshintergrund sind schon jetzt bei sinkenden Erwerbslosenzahlen diejenigen, die am wenigsten oder auch gar nicht vom Aufschwung profitieren. Hier muss passgenau unterstützt werden, von Randzeitenbetreuung über ein Budget für Arbeit für Menschen mit Behinderung bis hin zur schnelleren Anerkennung von Berufsabschlüssen“, fordert die LINKE-Politikerin abschließend.

Quelle: http://www.die-linke-saalfeld-rudolstadt.de/nc/presse/news/detail/artikel/arbeitsmarkt-zielgruppenspezifische-foerderung-unumgaenglich/