28. Februar 2013

28. Februar 1933: Verhaftung der KPD-Abgeordneten war Schlag gegen das Parlament

Heute vor 80 Jahren, am 28. Februar 1933, erging von der Führung des nationalsozialistischen Deutschlands der Befehl, die gewählten KPD-Abgeordneten des Thüringer Landtages beim Betreten des Parlaments festzunehmen und die Räume der Fraktion im Fürstenhaus in Weimar sowie die Plätze der Abgeordneten im Sitzungssaal zu durchsuchen. Dazu erklärt der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag Bodo Ramelow:

"Die Verhaftung der Thüringer KPD-Abgeordneten und die Auflösung ihrer Fraktion am 28. Februar 1933 war ein erster Schritt in der langen Kette der Zerschlagung der Demokratie und der Errichtung und Festigung der faschistischen Herrschaft. Bis heute ist das Geschehene offenbar nicht ausreichend und umfassend erforscht. Im Thüringer Landtag erinnert heute nichts an die zehn damals Verhafteten. Lange Jahre mussten sie in Gefängnissen und Konzentrationslagern leiden. Der Thüringer Landtag sollte daher prüfen, wie er in Zukunft alle Abgeordneten, die Opfer der NS-Herrschaft wurden, ehren will. Wir dürfen nicht zulassen, dass sie vergessen werden."

Um auf die Verhaftung der Abgeordneten und die Zerschlagung der KPD-Landtagsfraktion im Februar 1933 hinzuweisen und gemeinsam eine ehrende Form des Erinnerns zu finden, hat sich der Fraktionsvorsitzende der LINKEN, Bodo Ramelow, heute mit einem Schreiben an die Präsidentin des Thüringer Landtages gewandt. Den Brief finden Sie unter http://www.die-linke-thl.de/themen/themen_a_z/i_o/ns_diktatur/

Quelle: http://www.die-linke-saalfeld-rudolstadt.de/nc/presse/news/detail/artikel/28-februar-1933-verhaftung-der-kpd-abgeordneten-war-schlag-gegen-das-parlament/