30. Juni 2017

DIE LINKE kritisiert: Kein Entschädigungsfonds für in der DDR-Geschiedene

Frauen kämpfen seit Jahren in Initiativen und als AktivistInnen für einen Entschädigungsfonds zur Erhöhung der DDR-Geschiedenen-Renten. Menschenrechtskommissionen der Europäischen Union und der Vereinten Nationen geben den in der DDR geschiedenen Frauen in ihren Forderungen nach Beseitigung von Benachteiligungen in vollem Umfang Recht.

DIE LINKE-Fraktion im Bundestag hatte gestern erneut den Antrag gestellt, diesen Fonds sofort einzurichten. Dieser Antrag wurde mit Mehrheit der CDU und SPD abgelehnt. „Es ist unerträglich, dass 27 Jahren nach der Vereinigung Frauen aus dem Osten immer noch benachteiligt werden“, moniert Karola Stange, Sprecherin für Sozial- und Gleichstellungspolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. „Damit stellt die SPD ihre Glaubwürdigkeit hinsichtlich ihrer Forderungen im Wahlkampf nach Änderungen im Rentensystem und mehr sozialer Gerechtigkeit aufs Spiel“, sagt Karola Stange Sprecherin für Soziales, Gleichstellung und Behindertenpolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.