28. Februar 2016

„Gewalt gegen Frauen beenden“ – Karola Stange Schirmfrau für die Tour-Station in Thüringen

Am 3. März macht die 16-Tage-16-Bundesländer-Tour der Frauenhäuser Station in Erfurt. Auf dem Anger (11 bis 15 Uhr) gibt es Redebeiträge, Aktionen, eine Ausstellung und einen Film. Eröffnen wird die Schirmfrau für die Tour-Station in Erfurt Karola Stange, Sprecherin der Linksfraktion für Soziales, Gleichstellung und Behindertenpolitik.

Organisiert wird die Tour von der Zentralen Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser (ZIF) unter dem Motto „40 Jahre Autonome Frauenhäuser in Bewegung – Gewalt gegen Frauen beenden! Frauenhausfinanzierung jetzt sichern!“ Karola Stange unterstützt wie viele engagierte Frauen die Forderungen der ZIF: „Alle von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder müssen unbürokratisch und kostenlos Schutz und qualifizierte Unterstützung in einem Frauenhaus erhalten können – unabhängig von ihrem Einkommen, ihrem Wohnort, ihrem Aufenthaltsstatus oder einer möglichen Behinderung/Beeinträchtigung. Und alle Frauenhäuser in Deutschland müssen einzelfallunabhängig, bedarfsgerecht und verlässlich, d.h. auf gesetzlicher Grundlage, finanziert werden“, betont die LINKE-Politikerin.

Sie verweist auf die erschreckenden Tatsachen, die im Aufruf der ZIF genannt werden: 20.000 Frauen mit fast ebenso vielen Kindern flüchten in Deutschland jährlich in ein Frauenhaus. Sie flüchten vor der Misshandlung durch ihre Ehemänner, Lebenspartner oder Väter. Frauen werden erniedrigt, beschimpft, isoliert, bedroht und massiv in ihrem Selbstwertgefühl verletzt. Die körperlichen Übergriffe reichen von Schubsen und Ohrfeigen über Schlagen und Treten bis hin zu sexualisierter Gewalt, schweren Misshandlungen mit Gegenständen, Würgen, Angriffen mit Waffen und sogar Mord.

Anliegen der „16-Tage-16-Bundesländer-Tour“ sei es, den Druck auf die Bundesländer zu erhöhen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam - unter Einbeziehung der Frauenhäuser - ernsthaft und konstruktiv Lösungen zu finden. Für alle von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder müsse ein schneller und unbürokratischer Zugang zu Schutz und Unterstützung im Frauenhaus gewährleistet und für alle Frauenhäuser eine einzelfallunabhängige und bedarfsgerechte Finanzierung auf gesetzlicher Grundlage gesichert werden.

„Für Thüringen müssen wir weiter dafür Sorge tragen, dass die Finanzierung der Frauenhäuser auf sicheren Fundamenten bestehen bleibt, dem veränderten Bedarf angepasst wird und die Frauenhäuser nicht weiter abgebaut werden, wie in Greiz und Sonneberg“, so Karola Stange, die auch Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses ist, abschließend.