25. November 2015

Arbeitsschutz ernst nehmen

Anlässlich der Veröffentlichung des Thüringer Arbeitsschutzberichtes für 2014 stellt die arbeitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Ina Leukefeld, fest: „Die Analyse zeigt eine bedenkliche Entwicklung, denn es hat mit 8.645 Arbeitsunfällen, davon 13 mit tödlichem Ausgang, einen Zuwachs gegeben.“ Die Abgeordnete fordert erneut, die Anzahl der Überprüfungen zu erhöhen.

Es sei notwendig, nicht nur bei Hinweisen oder Vorkommnissen aktiv zu werden.  2.132 überprüfte Betriebe stünden in keinem Verhältnis zur vierfachen Anzahl der Arbeitsunfälle. Dazu Frau Leukefeld: „Das heißt auch, und darauf mache ich dringend aufmerksam, kein weiteres Personal im Bereich Arbeits- und Verbraucherschutz abzubauen."

Zu beachten sei, dass Thüringer Arbeitsschutzbehörden 452 Fälle von Berufskrankheiten registriert hätten, dies sei eine enorme Zunahme gegenüber den letzten Jahren.  Zugenommen hätten vor allem Schwerhörigkeiten, Hauterkrankungen durch Umgang mit gefährlichen Stoffen und, besonders bedauerlich, Krebs infolge beruflichen Umgangs mit Asbest.

„Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung sind noch nicht überall selbstverständlich. Das erfordert, Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsmanagement in den Unternehmen sowie die Vernetzung der Akteure zielstrebig weiterzuentwickeln“, betont die LINKE-Politikerin. Sie weist zudem darauf hin, dass im Arbeitsschutzbericht psychische Belastungen und sich daraus ergebende Risiken bzw. Erkrankungen kaum eine Rolle spielen, „dabei nehmen sie immer mehr zu. Unsere Forderung, sich für eine bundesweite Antistressverordnung stark zu machen, bleibt deshalb aktuell“.