30. März 2015

Rassismus widersprechen. Jederzeit. Überall.

Erleichtert zeigen sich LINKE-Politikerinnen über die Information, dass die Stadt Erfurt keine weiteren Nazi-Aufmärsche vor Flüchtlingsunterkünften genehmigen werde. Auf eine entsprechende Presseinformation reagieren Sabine Berninger und Katharina König:

Zu danken sei dieses Umdenken der Verwaltung, insbesondere auch den vielen Engagierten, die sich in der vergangenen Woche über Stunden vor der Unterkunft in der Ulan-Bator-Straße schützend vor die Geflüchteten gestellt haben.

„Für diese Entscheidung bräuchte es aber nicht erst drohende Flugblätter - allein vor einem Flüchtlingsheim aufzumarschieren, ist schon ein Bedrohungsszenario, das von den Nazis bewusst aufgebaut wird“, so Katharina König, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE. Und häufig gebe es leider nicht so massive Gegenproteste wie in Städten Erfurt, Jena oder Weimar. Nicht überall in Thüringen sei die Zivilgesellschaft derart gut aufgestellt.
„Oft erhalten die RassistInnen und Nazis dann mangels starker Gegenwehr den Eindruck oder nehmen für sich in Anspruch, die Mehrheit stünde hinter ihren rassistischen Einstellungen und unterstütze, wenn Menschen verächtlich gemacht werden oder mit Gewalt gedroht wird“, ergänzt die flüchtlingspolitische Sprecherin, Sabine Berninger.

Die Politikerinnen rufen die ThüringerInnen und Thüringer dazu auf, „sich überall in Thüringen schützend vor geflüchtete Menschen zu stellen, ihnen solidarisch und unterstützend zur Seite zu stehen und rassistischen und ausländerfeindlichen Äußerungen und Absichten jederzeit und überall laut zu widersprechen. Auch heute wieder in Erfurt.“