30. August 2014

Erneute Bedrohung der LINKEN im Landtagswahlkampf durch Neonazis

Am heutigen Samstag fand in Saalfeld-Gorndorf ein Infostand der LINKEN innerhalb des Landtagswahlkampfes statt, der von Katharina König, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, und weiteren Unterstützern betreut wurde. Während des Infostandes näherten sich zwei Neonazis, darunter Steffen Richter, ehemaliger Direktkandidat der NPD zur Landtagswahl 2009. Dieser bedrohte König mit der sinngemäßen Aussage: „Das ist der falsche Kiez, verpisst euch, sonst kommt Unterstützung und wir klären das wie in den 90er Jahren.“ Per Handy wurden andere Neonazis herbeigeholt. Wenige Minuten später näherten sich acht weitere Personen, die aufgrund ihrer Kleidung (Thor Steinar, „Freiheit für Wolle“-T-Shirts) der rechten Szene zuzuordnen sind und sich in der Umgebung des Infostandes positionierten.

Ebenso erschienen zwei als Rocker erkennbare Personen. Einer der beiden war komplett vermummt und stellte sich mit einer Eisenkette neben den Infostand.
Insbesondere durch den ehemaligen NPD-Funktionär und aktiven Neonazi Steffen Richter wurden Bedrohungen gegenüber König und ihren Mitstreitern geäußert, ebenso wurde König aufgefordert, ihre Arbeit gegen Nazis einzustellen.
Es ist Anzeige gegen Steffen Richter erstattet worden.

Susanne Hennig-Wellsow, Landesvorsitzende der LINKEN Thüringen, erklärt: „Feststellbar ist, dass es in den letzten Tagen zu einer Häufung von Übergriffen und Bedrohungen auf linke WahlkämpferInnen kam. Wir lassen uns nicht einschüchtern durch die zunehmenden Aktivitäten von Neonazis und erklären unsere uneingeschränkte Solidarität mit Katharina König und allen Betroffenen in Saalfeld.“