28. Februar 2013

Preisspirale bei Pacht und Kauf benachteiligt Agrarbetriebe massiv

Im Anschluss an die Pressekonferenz der Bodenverwertungs und -verwaltungs GmbH (BVVG) kritisiert Dr. Johanna Scheringer-Wright, Agrarpolitikerin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, die BVVG als "größten Preistreiber beim Verkauf und Pachten von Flächen".

Durch die Privatisierung von ehemals volkseigenem Land und Wald durch die BVVG seien die Preise für Pachten und Flächenkauf in die Höhe geschnellt. "Damit ist es für Bauern immer schwieriger geworden, zu erschwinglichen Preisen an Acker und Waldflächen zu kommen. Durch das vielerorts beträchtliche Preisniveau können nur kapitalstarke Käufer mithalten, die oft nicht aus der Landwirtschaft stammen", gibt Frau Dr. Scheringer-Wright zu bedenken.

Die LINKE hatte immer gefordert, die von der BVVG verwalteten Flächen den Ländern zu übertragen. "So wäre die Möglichkeit gegeben, dass die Länder Flächen an ihre landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Betriebe zu fairen Preisen verpachten oder verkaufen. So wie mit der Übertragung von Naturschutzflächen verfahren wird, hätte man mit dem gesamten ehemals volkseigenen Landvermögen umgehen müssen", so die LINKE-Abgeordnete.