29. April 2012

1. Mai - guter Tag für Anti-Rechts-Proteste

In mehreren Städten der Bundesrepublik versuchen Neonazis, den 1. Mai für ihre menschenverachtende Ideologie zu missbrauchen und haben Demonstrationen angekündigt. In Weimar wollen sogenannte Freie Kräfte der Aktionsgruppe Weimarer Land aufmarschieren.

"Der Aufmarsch von Neonazis darf niemals als hinzunehmende Normalität wahrgenommen werden. Dort, wo Neonazis versuchen, auf Straßen und Plätzen ihre braune Ideologie zu verbreiten, müssen antifaschistisch Engagierte dem entgegentreten. DIE LINKE unterstützt den Aufruf des Weimarer Bündnis gegen Rechts,'den Nazis durch Aktionen des zivilen Ungehorsams mit Menschenblockaden' zu begegnen", sagt die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Martina Renner. Die Linksfraktion stehe an der Seite derjenigen, die friedlich und phantasievoll gegen Neonazis demonstrieren.

Das Bündnis gegen Rechts Weimar ruft dazu auf, sich am 1. Mai ab 8 Uhr an den vielfältigen Protestformen gegen den Naziaufmarsch zu beteiligen. Treffpunkt ist ab 8 Uhr am Neuen Museum.

"Der 1. Mai ist notwendigerweise auch ein Tag, sich nicht nur aufmarschierenden Neonazis zu widersetzen, sondern auch, auf verbreitete rechte Einstellungen hinzuweisen. Neonazismus endgültig und dauerhaft den Boden zu entziehen, erfordert auch, den durch den Thüringen-Monitor belegten verbreiteten rechten Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft zu begegnen. Notwendige Kapitalismuskritik darf keinesfalls rassistisch oder mit antisemitischen Stereotypen aufgeladen sein. Der 1. Mai ist ein guter Tag dafür, für soziale Gerechtigkeit einzutreten und sich mit MigantInnen, sozial Prekarisierten und aus gesellschaftlicher Partizipation Ausgegrenzten zu solidarisieren", so Renner.