29. September 2011

DIE LINKE fordert sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu vernünftigen Löhnen

Angesichts der heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten erklärt Ina Leukefeld, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Trotz vermeintlicher Jubelmeldungen, ist eine massive Zunahme von unsicheren Beschäftigungsverhältnissen durch Leiharbeit oder Befristung sowie ein unverändert hoher Sockel von Langzeitarbeitslosen zu verzeichnen.“

Mittlerweile hat fast jeder dritte berufstätige Thüringer einen unsicheren Job. Der Anteil derjenigen, die nur in Teilzeit, Minijobs oder befristet arbeiten oder durch eine Leiharbeitsfirma beschäftigt sind, ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Über 152.000 erwerbsfähige Hilfebedürftige in Thüringen brauchen eine aktive und sozialintegrative Arbeitsmarktpolitik. „Die Prekarisierung des Arbeitsmarktes geht unverändert weiter und erhöht sogar ihr Schrittmaß. Ein Umsteuern in der Arbeitsmarktpolitik muss jetzt stattfinden. Die geplante Instrumentenreform der Bundesregierung bedeutet eine Zerschlagung aktiver Arbeitsmarktförderung und ist absolut kontraproduktiv“, unterstreicht Frau Leukefeld.

„Unsichere Beschäftigungsverhältnisse und Niedriglöhne bieten den Menschen und dem Land keine Zukunft, es bedarf des flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns, es bedarf existenzsichernder sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze“, unterstreicht Frau Leukefeld. Die Abgeordnete kündigt an, dieses Thema zur kommenden Landtagssitzung mit dem Antrag der Linksfraktion „Für eine aktive Arbeitsmarktpolitik – ökonomisch, effektiv und sozialintegrativ“ erneut auf die Tagesordnung zu holen.