9. November 2017 D.St.

Gedenken zur Reichspogromnacht

Am 9. November 2017, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, fanden sich Bürgerinnen und Bürger, unter ihnen Vertreter der LINKEN, der SPD, der Grünen und der BfR am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in Rudolstadt ein.

Bis 1911 gab es in Rudolstadt eine jüdische Gemeinde, die sich dann auflöste. Mit der Machtergreifung der Nazis 1933 wurde es für die in Rudolstadt lebenden Juden immer schwieriger, sie wurden verfolgt und ermordet. Einer von ihnen war der Kaufmann Karl Kehrmann, der erst in „Schutzhaft“ genommen und später ins KZ Buchenwald gebracht worden war, wo er den Qualen erlag. Für ihn wurde im Rahmen eines Schulprojektes in Rudolstadt ein Stolperstein verlegt.

Rechte Hetze und rechter Terror sind aber bis heute in Rudolstadt spürbar. Entstehung des NSU, Nazi-Aufmärsche zum Hess-Gedenktag und Thügida-Demos bis hin zu den Nazischmierereien im Heinepark sind beredte Zeichen.

Daniel Starost, Mitorganisator der Veranstaltung zum 9 November, zitierte während der Gedenkveranstaltung die Worte eines KZ-Überlebenden: „Du bist nicht dafür verantwortlich, was deine Vorfahren verbrochen haben, aber du bist dafür verantwortlich, dass es nicht wieder geschieht und dass mein Schicksal nicht vergessen wird."