2. Mai 2012 DIE LINKE. Stadtverband Rudolstadt

LINKE in Rudolstadt wählte neuen Vorstand

v.l. Hubert Krawczyk, Jörg Hoffmann, Franziska Kölbl, Hannelies Schrodetzki, Götz Kölbl, Daniel Starost

Am vergangenen Sonnabend führte der Stadtverband DIE LINKE.Rudolstadt, der 79 Genossinnen und Genossen umfasst, seine Vorstandswahl durch. Der einzige Kandidat für den Vorsitz, Götz Kölbl, wurde einstimmig wiedergewählt. Stellvertreterin wurde mit dem gleichen Ergebnis wiederum Hannelies Schrodetzki. Die weiteren Vorstandsmitglieder für die kommenden zwei Jahre heißen Simone Post, Franziska Kölbl, Daniel Starost, Hubert Krawczyk und Jörg Hoffmann, welcher erstmals kandidierte. Mangels Bewerberinnen bleibt ein weiterer „weiblicher“ Vorstandssitz frei.

Im Vorstandsbericht bezeichnete der alte und neue Vorsitzende sein Abschneiden als Bürgermeisterkandidat als enttäuschend. Wie andere im Saal hatte auch er eine Stichwahl gegen Amtsinhaber Reichl für möglich gehalten. Als ausschlaggebend für den deutlichen Wahlsieg Reichls wertete Kölbl dessen hohen Bekanntheitsgrad nach sechsjähriger Amtführung, der auch mit einem aufwändigen Wahlkampf nicht zu kompensieren war. Die Unterstützung durch die Rudolstädter SPD war offensichtlich nicht gegeben, worauf Kölbl aufgrund seiner öffentlichen Vertrauensbekundung für Landratskandidatin Philipp wohl gehofft hatte. Im Nachhinein bezeichnete er diese Unterschrift als problematisch, sie könnte ihn möglicherweise Stimmen gekostet haben. Nun gelte es, sich auf die Kommunalwahlen 2014 zu orientieren, die aufgrund der abgeschafften 5%-Hürde und des wahrscheinlichen Auftretens weiterer Parteien und Wählergruppen für die großen Stadtratsfraktionen schwieriger werden dürften. Er kündigte an, sich für die Schaffung einer eigenen Facebook-Seite der Stadtratsfraktion stark zu machen.

Zum Wahlsieg von Landratskandidat Hartmut Holzhey meinte Kölbl, Holzhey sei insbesondere von der SPD unterschätzt worden, die außer mit dem Gesicht von Frau Philipp keinen Wahlkampf gemacht habe. Bezug nehmend auf einige sehr unappetitliche Äußerungen zu seiner Person von Nutzern der Facebook-Seite Holzheys erklärte Kölbl sehr deutlich, dass er Holzhey niemals in einer rechten Ecke verortet habe, er halte ihn für den Prototyp des unpolitischen Machers, der politische Zusammenhänge zugunsten des Erfolges einfach ignoriert.

Quelle: http://www.die-linke-saalfeld-rudolstadt.de/aktuell/aktuell/detail_nachrichten/browse/6/artikel/linke-in-rudolstadt-waehlte-neuen-vorstand/